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Bad News Travels Fast - Tagebuch

Sonntag, 17.01.2010

Nachtrag zum Aufbau in Greensboro, NC

Bad News fährt nun schon seit 12 Jahren bei Veranstaltungen in kleineren Arenen. Normalerweise gibt es gar keine Probleme, doch ab und zu werden wir doch noch überrascht.

Die Strecke und der Aufbau ist fast immer die Idee des Veranstalters, sei es nun Feld Entertainment, Amp, CFP. Sie bauen auf und wir fahren entsprechend.

Im Falle von Greensboro wurde der Aufbau im Büro geplant und an den Show Director geschickt. Sie haben etwas Neues ausprobiert, was nicht so gut wie erhofft funktioniert hat. Aber wenn man es nicht versucht, findet man es nicht raus.

Für den Freestyle gibt es in großen Stadien natürlich mehr Platz für größere Hindernisse und auch um dazwischen zu fahren. Dort hat man ein Football Feld und eine FMX-Rampe. Wenn man voll drüber fährt und gut landet - super Show. Wenn man drüber springt und einen Crash produziert - super Show. Nehmen wir aber eine Hockey oder Basketball-Halle, stellt ein paar Autos und einen Lieferwagen rein, die bereits durch die Racing und Wheelie Wettbewerbe in Mitleidenschaft gezogen wurden und dann eine Show bieten soll, die die Leute zum ausflippen bringt, dann bedarf es ganz anderer Fähigkeiten. Genauso wie Dennis Anderson nicht in eine Hockey-Arena gehört, vermissen wir die großen Stadien kein bisschen.
Mittwoch, 20.01.2010

Nächste Station: Columbia, SC

Nun aber weiter mit dem Tagebuch. Nachdem wir Samstagabend alles verladen hatten, gingen wir zu Bett. Da wir nur eine kurze Fahrt zur nächsten Show nach Columbia, SC vor uns hatten, beschlossen wir am Sonntagmorgen noch ein paar Tage in Greensboro zu bleiben. Die Arena war so freundlich uns weiterhin mit Strom zu versorgen, so dass wir den Generator schonen und Diesel sparen können. Die Tage gaben uns die Möglichkeit etwas auszuruhen und den Generator zu warten, bevor wir am Mittwoch nach Süden zogen.

Wir erreichten Columbia, SC am Mittwochabend, kurz bevor die Jungs mit dem Dreck und die Schrottautos eintrudelten.
Donnerstag, 21.01.2010

Am Donnerstag kamen dann auch die anderen Monster so langsam an. Außerdem hatte das schöne Wetter ein Ende und wurde vom Regen abgelöst, kurz bevor wir zu unserer Ausstellung zum nahegelegenen Wendy's aufbrechen sollten. Ausstellungen bei Fast Food Restaurants können kompliziert sein, da sie meist keinen Platz für unseren Laster bieten. Aber mit einigem Geschick schafften wir es dann zu parken. Dann begann das Übel: nach der Show letzte Woche waren die Reifen noch voll Dreck, der sehr glitschig ist, wenn er nass wird. Es war eine ganz schöne Herausforderung die Reifen am Monster zu montieren. Aber wir haben es geschafft, und das sogar noch vor dem Zeitplan. Leider kamen durch den Regen und die spät angesetzte Ausstellung (16:00 - 20:00 Uhr) nicht so viele Fans. Der Manager hatte gute Werbung für den Truck betrieben, aber man kann das Wetter nicht ändern.

Dann kamen wir vom Regen in die Traufe: nachdem wir wieder die kleinen Reifen montiert hatten und das Monster für den kurzen Rückweg wieder verladen wollten, bemerkten wir, dass nur ein Hinterreifen zog: wir haben einen Achsenbruch erlitten während der Ausstellung. Also zurück zur Arena und die Achse austauschen. Sollte kein großes Ding sein, doch wir hatten Medientermine um 05:00 Uhr morgens. Glücklicherweise war es eine äußere Achse und wir hatten es schnell repariert. Doch dann ging der Drehkreuzschlüssel kaputt, den wir schon für das Montieren der Reifen benutzten, seit Chucky der Truck noch gehörte. Die Wand brach in drei Stücken heraus. Gegen 01:00 Uhr blieben nicht mehr viele Möglichkeiten. So ließen wir den Truck mit einem 66-Zoll- und 3 Transportreifen. Dann beginnt der Tag halt mit einem Reifen am Truck für die Medienarbeit.
Freitag, 22.01.2010

Der Freitagmorgen begann um 04:30 mit den Medien. Während alle überlegten, wie man einen Truck mit nur einem Reifen im Fernsehen gut rüberbringen soll, gaben Bruce und ich noch nicht auf. Wir liehen uns einen Drehkreuzschlüssel von Jim Jack (Reptoid), der aber nur für einige der Radmuttern funktionierte. Wir haben 2 Sorten von Radmuttern. Die Transportreifen benötigen vier andere als die sechs, die die 66-Zoll-Reifen befestigen. Jims passte nur auf die Radmuttern der Transportreifen. Obwohl die Monster in Grunde identisch sind, gibt es doch kleinere Unterschiede. Radmuttern sind ein solcher Unterschied. Also liehen wir uns ein paar Muttern von Adam Andersons Taz, auf die Jims Schlüssel passte. Natürlich mit der entsprechenden Erlaubnis.

Als die Medienleute mit Bruce über den Truck und die Show sprach, schaffte ich es die Teile zusammenzusetzen und das Monster schaffte es tatsächlich zu den Fernsehaufnahmen mit allen 4 66-Zoll-Reifen montiert. Später liehen wir uns als Ersatz noch einen Drehkreuzschlüssel von Steve Sims, der auf unsere anderen Radmuttern passte. Definitiv eine Teamarbeit, die uns durch den Tag brachte.

Am Freitagabend gab es zunächst eine "All Access Pre-Pit Party", dann eine Pit Party. Und dann ging es umgehend zur Show. Im Wheelie Contest bekamen wir eine 17. Dann war es Zeit fürs Racing. Nachdem wir Stone Crusher in der ersten Runde besiegten, schieden wir in einem engen Rennen gegen Cam McQueen in Nitro Circus aus. Danach war es Zeit für den Freestyle.

Samstag, 23.01.2010

Der Samstag bescherte uns 2 Shows. Am Nachmittag eine Pit Party mit einer Show und am Abend eine weitere Show.

Die Show am Nachmittag lief gut für uns. Aber die anderen hatten Probleme. Taz verlor die Lenkung während des Wheelie Contests zu Beginn. Und Sims himmelte das Verteilergetriebe in der ersten Runde des Racing.

Im Wheelie Contest waren wir besser, als es die Wertung von 15 aussagt. Im Racing schlugen wir zuerst Reptoid, bevor wir wieder im Halbfinale gegen Cam McQueen ausschieden.

Da Taz kaputt war, traten wir an seiner Stelle im Donut Duell gegen Cam McQueen an. Beide Trucks beeindruckten mit ihren Donuts, doch das Publikum entschied für Nitro Circus. Im Freestyle zeigte Bruce einige hohe Sprünge über den Lieferwagen und die Autos und schloss mit einem Donut ab. Mit 18 verloren wir wieder gegen Taz, der 24 erzielte.

Nach dem Auftanken und dem Aufladen der Batterien, war der Truck bereit wieder loszulegen. Wieder erzielten wir mit 16 eine schwache Wertung im Wheelie Contest. Im Racing siegten wir erneut gegen Reptoid, nur um zum dritten Mal in Folge gegen Nitro Circus auszuscheiden.

Dann kam der abschließende Freestyle des Wochenendes. Nach mehreren Sprüngen über die drei Stapel bekamen wir von den Punktrichtern eine 19, woraufhin das Publikum buhte. Nachdem Ansager Joe Lowe dies hörte, fragte er: "Ihr denkt also das die Wertung hätte höher ausfallen müssen?". Das Publikum antwortete mit Jubelgeschrei. Bruce sagte mir, dass ihm dieser Publikumszuspruch viel mehr bedeutet, als es eine Wertung von 30 getan hätte.

Nun ist der Columbia Monster Jam also Geschichte. Der Truck ist verladen und wir haben uns von allen verabschiedet. Jetzt geht's Schlafen, bevor wir morgen umgehend einen Abstecher nach Hause machen, unsere Familien besuchen, das Monster grundwarten und sie baden. Kevin
B N Racing
Monster Jam in Greensboro, NC



Ergebnisse: Columbia

Monster Jam - 22.-23.01.2010
Columbia, SC

Bruce Haney

Bruce Haney
Er verbreitete schlechte Nachrichten mit seinem Monster Truck

Bad News

Bad News
Schlechte Nachrichten verbreiten sich schnell

Mit freundlicher Genehmigung

Dieses Tagebuch stammt von www.monstertruckcollectors.com und wurde mit freundlicher Genehmigung des Autors übersetzt.